Dienstag, 22. Juni 2010

Management: a professional future

Studenten aus Deutschland und Österreich nahmen an der I. Summer Academy in Barcelona teil.

"At IESE, we seek to transmit a spirit of service, placing a special emphasis on human, ethical and social aspects of business management.“

Diese Worte von Jordi Canals, Dekan der IESE Business School in Barcelona, sind eine gute Zusammenfassung der I. Summer Academy des Internationalen Studentenzentrum Schweidt und des Studentenhauses Birkbrunn im Zusammenarbeit mit der IESE Business School.

Die Tagung fand vom 23. bis zum 30. Mai statt. Der Tag war in vier Programmpunkten aufgeteilt: nach der Feier der Hl. Messe in der Kapelle von IESE wurden Fallstudien (Case Studies) der IESE und Harvard Business School in Gruppen besprochen und anschließend im Plenum mit Professoren von IESE diskutiert. z.B. wurde mit Professor Marc Sachon die Krise von Porsche im Jahre 1992 analysiert und nach Lösungsansätzen gesucht, oder mit Professorin Nuria Chinchilla anhand einer Fallstudie über die Notwendigkeit von Prioritäten im persönlichen Leben um die Herausforderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu meistern.

Nach dem Mittagessen im Colegio Mayor Pedralbes – ein Studentenheim (Korporatives Werk des Opus Dei in Barcelona) fand ein Gespräch mit Professoren und Unternehmern statt. Unter den Gästen waren Francesc Beltran, Vizepresident und Direktor RRHH von Henkel Ibérica; Carles Navarro, Vertriebsdirektor von BASF Espanola und Etsuro Soto, Bildhauer, der seit 25 Jahren an der Sagrada Familia arbeitet und uns das Wesen der Architektur von Gaudi und seine Person näher brachte.

Nach einer Pause fand ein Gespräch mit Professoren von IESE über sehr interessante und unterschiedliche Themen statt: „Unity of Life, consistency“ mit Prof. Ribera, der eine sehr treffende Analyse unserer Generation gab und die an sie gestellten Herausforderungen aufzeigte; „The financial crisis“ mit Prof. Martinez Abascal (IESE) oder „Transformational Impact of the Web 2.0“ mit Prof. Giordano (IESE), der uns einige Einsatzmöglichkeiten von Facebook, Twitter oder Blogs für Unternehmen erläuterte.

Der Spätnachmittag und der Samstag standen zur Verfügung um Barcelona zu entdecken: Sagrada Familia, Park Güell oder Casa Milá von Gaudi, las Ramblas, Plaza de Catalunya, Paseo de Gracia, Montjuic oder den Hafen von Barcelona.

Am Sonntag verließen wir Barcelona nach einer anspruchsvollen, erlebnisreichen und sehr lustigen Woche. Jeder von uns nahm aus den Gesprächen mit Gästen und Professoren und aus Barcelona selbst vieles mit. Drei Worte und ein Wunsch nahmen wir alle mit: Talent, Verantwortung, Dienstbereitschaft und den Wunsch diese Erfahrung zu wiederholen.

Dienstag, 15. Juni 2010

JAZZ für UGANDA!


Benefizkonzert am 19. Juni für das Sozialprojekt UGANDA 2010 im Internationalen Studentenzentrum Schweidt

MWSUNGU! MWSUNGU! Noch ist es nicht so weit, aber schon jetzt können einige von uns die freudigen Kinderstimmen Ugandas vernehmen. Nach einer spanischen und einer schwedischen Gruppe wird eine Gruppe deutscher Studenten nach Uganda fahren, um am Bau einer Grundschule in Ssukka zu arbeiten. Wir wollen mit einem weiteren Gebäude die Grundschule und somit den Kindern in Ssukka mit 7 Klassen ausstatten.

Bis zum Abflug am 10. August sind noch mehrere Baustellen offen: VISA Beantragung, Impfungen, Material und vor allem die Suche nach den notwendigen finantiellen Mitteln. Zweidrittel des Projektes haben wir schon zusammen. Bis zu den notwendigen 10.300.- Euro ist eine letzte Anstregung nötig.

Das Benefizkonzert im Internationalen Studentenzentrum Schweidt soll einen kleinen Beitrag zu diesem Projekt leisten und viele junge Menschen für dieses Projekt gewinnen. Jede Hilfe, groß oder klein, ist willkommen und kommt den Kindern von Ssukka und ihren Familien zu Gute.


Rhein-Donau-Stiftung e.V.
Hypovereinsbank München
BLZ: 700 202 70
Kto.Nr.: 28 30 701
Stichwort: "Schule statt Straße"

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Kurzes Video zum Projekt 2009: http://www.youtube.com/watch?v=HighxQURQsE

Montag, 3. Mai 2010

Deutsches Insolvenzrecht auf dem Prüfstand unter dem Blickwinkel der Globalisierung


von Jesuthas G.

Unter dieser Überschrift vermittelte Herr Rechtsanwalt Wolfgang Piroth aus Düsseldorf uns grundlegende Informationen über das deutsche Insolvenzrecht.

Im Rahmen seines offenen Vortrages wurden unsere Fragen und Verständnisprobleme von Ihm sehr praxisorientiert beantwortet. Um uns ein Überblick zu verschaffen, veranschaulichte Herr Piroth in seiner Darstellung das komplette Insolvenzverfahren von Insolvenzantrag über die Eröffnung des Insolvenzverfahren bis hin zu der Zerschlagung eines Unternehmens.

Darüber hinaus wurde uns die Haftung der Manager bei Insolvenzen (insbesondere bei Verschleppung von Insolvenzen) erklärt. Interessante Ergänzungen hinsichtlicht des Berufstandes des Insolvenzverwalters und seiner täglichen Herausforderungen gaben uns einen spannenden Einblick im Alltag von Herrn Rechtsanwalt Piroth. Themen wie Privateninsolvenzen in Deutschland oder Verlagerung der Insolvenzen ins Ausland machten den Abend zur einer gelungen Veranstaltung.

Für Ihren sehr interessanten und ausführlichen Vortrag möchten wir uns an dieser Stelle nochmals herzlich bedanken.

Montag, 26. April 2010

„Köln als Stadt der Künstler“


von Benjamin R.

unter diesem Motto kam uns der Kulturamtsleiter der Stadt Köln Dr. Konrad Schmidt-Werthern in Schweidt besuchen.

In gemütlicher Runde hielt er einen spannenden Vortrag über die Freie Szenen. Im Mittelpunkt stand die nationale und internationale Bedeutung der Stadt Köln im Kunstgewerbe. Dabei stellten die unter uns weilenden stolzen Stadtbewohner nicht ohne Schmerz fest, dass aufgrund der knappen kölner Kassen einige Städte, wie etwa Berlin oder München, bereits in ihrer Bedeutung und Attraktivität für junge und kreative Köpfe die Rheinmetropole überholt haben. Trotzdem wurde klar, dass Köln nach wie vor eine der bedeutendsten Städte in Deutschland für Künstler ist und hoffentlich auch bleiben wird.

Nach seinem Vortrag gab uns Dr. Schmidt-Werther die Möglichkeit zur offenen Diskussion. Es wurden dabei einige interessante Themen angeschnitten und erörtert. So etwa, warum immer weniger junge Menschen das bestehende kulturelle Angebot wahrnähmen? Ebenso bereichernd war die Frage, ob nicht die Kunst selbst, durch ihre zunehmende Entfremdung dem Rezipienten gegenüber, eine Mitschuld an dem kulturellen Desinteresse vieler Jugendlicher trüge?

Natürlich konnten für all diese hoch philosophischen Fragestellungen keine endgültigen Lösungen gefunden werden und man ließ den gelungenen Abend bei einem Glas Wein (oder wahlweise Saft) und etwas Gebäck ausklingen.

Das internationale Studentenzentrum Schweidt bedankt sich bei Dr. Konrad Schmidt-Werthern für sein Kommen und seine interessanten Ausführungen über die kölner Kunstszene.

Donnerstag, 25. März 2010

Das Programm für das SS2010 ist online!

15. April: Semestereröffnung in Schweidt

22. April: "Köln als Stadt der Künstlerinnen und Künstler" (20.00 Uhr c.t.)
- Dr. Konrad Schmidt-Werthern, Leiter des Kulturamtes der Stadt Köln, Köln

29. April: "Deutsches Insolvenzrecht auf dem Prüfstand unter dem Blickwinkel der Globalisierung" (20.00 Uhr c.t.)
- RA Wolfgang Piroth, Düsseldorf

06. Mai: "Köln als Wirtschaftsstandort" (20.00 Uhr c.t.)
- Frank Hemig, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Köln, Köln

23. Mai - 30. Mai: Management: a Professional Future
Tagung für Studenten aus Deutschland und Österreich in IESE Business School, Barcelona (www.facebook.com/iese2010)

10. Juni: "Stärkung für das sensible Gerüst: Wie man Rückenprobleme behandelt" (20.00 Uhr c.t.)
- Prof. Friedrich Weber, Chefarzt Neurochirurgische Klinik Köln-Merheim, Köln

12. Juni: MENTORENTAG in SCHWEIDT (15.00 Uhr)

24. Juni: "Exzess. Meine zwei Leben"
- Dario Pizzano, Schriftsteller, Heiligenstadt im Eichsfeld

15. Juli: Semesterabschluss mit Grill

Freitag, 22. Januar 2010

„Die Kölner Dommusik - Im Spannungsfeld von Liturgie, Kultur und Pädagogik“

Der Kölner Dom kann für einen Großteil der Geschichte der Stadt Köln als Zeitzeuge herhalten. Wer hätte gedacht, dass in seinem Inneren auch modernste Technik zum Einsatz kommt? So zum Beispiel, wenn der Organist von der Hauptorgel diese und die so genannte „Schwalbennestorgel“ an der Nordseite des Hauptschiffes von einem Pult aus bedient. Dieses und viele weitere interessante Details über den Dom konnte man im Vortrag von Domkapellmeister Prof. Eberhard Metternich im Januar 2010 erfahren. Nach der Einstimmung durch eine Aufnahme von „Wir haben seinen Stern gesehen“, einem Stück, dass für das 750-jährige Domjubiläum eigens komponiert worden war, begann unter dem Titel „Die Kölner Dommusik - Im Spannungsfeld von Liturgie, Kultur und Pädagogik“ das Semesterprogramm. Und spannend blieb es: Vermutlich wussten die wenigsten, welche Chöre es am Kölner Dom gibt, wie es zu ihrer Gründung kam und welchen Schwerpunkt sie jeweils abdecken.
Die kurzweilige Präsentation über die vertikale (historische) und horizontale (status quo) Ebene brachte allen Anwesenheiten das Geschehen am Dom näher. Humorvoll und anschaulich schilderte Prof. Metternich auch die Arbeit in der Domsingschule, in der nicht nur der musikalische Nachwuchs für die Dommusik herangebildet wird, sondern in dem die Kinde und Jugendlichen eine tragende Gemeinschaft erfahren, ihren Glauben unter Gleichgesinnten leben können und gesanglich, musikalisch und technisch eine Menge lernen. Anekdoten aus der Probenarbeit (vor allem mit den Chorknaben) rundeten das Ganze ab und so sind wir alle gespannt, die Chöre bald wieder einmal zu hören.

Fabian M.

Montag, 9. November 2009

Mit dem Schlauchboot über die Ostsee - meine Flucht aus der DDR"


von Dennis H.

Erzählen Sie uns doch einen Schwank aus Ihrer Jugend!“ So oder in ähnlicher Form versuchten oftmals Schüler unserer Generation ihre Lehrerinnen und Lehrer von dem ungeliebten, regulären Unterricht abzuhalten. Häufig mit Erfolg. Einen „Schwank“ der etwas anderen Art bekamen auch die Bewohner und Gäste des Internationalen Studentenzentrums Schweidt am 22. Oktober 2009 geboten, der das interessante und aufregende Leben einer starken Persönlichkeit nachzeichnete. Der Vortragende, Prof. Dr. Bertram Kaden, Chefarzt am Bethesda Krankenhaus in Wuppertal (Neurochirurgie), berichtete von seiner Sozialisation in der „DDR“, von den Verhältnissen, in denen er aufwuchs und den Einfluss, den seine Eltern auf ihn hatten. Seine frühen Jugendtage und seine Studentenzeit in Greifswald boten Raum für anregende und amüsante Erzählungen. Im Mittelpunkt des Abends stand jedoch seine spektakuläre Flucht über die Ostsee nach Dänemark. Gespannt lauschten die Zuhörer seinen Worten, als Prof. Kaden von den Unwägbarkeiten und Gefahren berichtete. Wie mutig diese Persönlichkeit war, wurde dem Publikum bewusst, als es erfuhr, dass die Flucht erst beim zweiten Versuch gelang. Aber auch ein anderer wesentlicher Aspekt machte der Vortrag deutlich: In der Gesellschaft der „DDR“ herrschte ein großes Misstrauen, selbst gegenüber engsten Freunden. Kaden hatte sich nämlich nicht alleine auf den Weg in die Freiheit gemacht, sondern bei beiden Versuchen einen Studienkollegen mit an Bord gehabt. Dieser sagte nach dem ersten, abgebrochenen Fluchtversuch zu ihm: „Jetzt weiß ich, dass du nicht von der Stasi bist, sonst wären wir nie soweit rausgefahren.“ Beim zweiten Mal gelang beiden das Entkommen aus der Unfreiheit. Wie berechtigt ein gewisses Misstrauen gegen die „eigenen Genossen“ in der „DDR“ jedoch war, zeigte sich an dem von Prof. Kaden mitgebrachten Auszug aus seiner Stasi-Akte. Eine andere Kommilitonin hatte ihn während seiner Zeit in Greifswald genauestens beobachtet und Informationen aus seinem Privatleben an das sogenannte Ministerium für Staatssicherheit weitergegeben. „Das hätte ich von ihr nie gedacht“, so Prof. Kaden.

Die Zuhörer erlebten einen aufregenden Abend, der ihnen aufschlussreiche Details über das Miteinander und Gegeneinander, über Feindseligkeit und Menschlichkeit in der „Deutschen demokratischen Republik“ aufzeigte; keiner blieb unberührt von der Schilderung dieser Flucht in die Freiheit, die sehr viel Mut und Courage erforderte.