Montag, 26. April 2010

„Köln als Stadt der Künstler“


von Benjamin R.

unter diesem Motto kam uns der Kulturamtsleiter der Stadt Köln Dr. Konrad Schmidt-Werthern in Schweidt besuchen.

In gemütlicher Runde hielt er einen spannenden Vortrag über die Freie Szenen. Im Mittelpunkt stand die nationale und internationale Bedeutung der Stadt Köln im Kunstgewerbe. Dabei stellten die unter uns weilenden stolzen Stadtbewohner nicht ohne Schmerz fest, dass aufgrund der knappen kölner Kassen einige Städte, wie etwa Berlin oder München, bereits in ihrer Bedeutung und Attraktivität für junge und kreative Köpfe die Rheinmetropole überholt haben. Trotzdem wurde klar, dass Köln nach wie vor eine der bedeutendsten Städte in Deutschland für Künstler ist und hoffentlich auch bleiben wird.

Nach seinem Vortrag gab uns Dr. Schmidt-Werther die Möglichkeit zur offenen Diskussion. Es wurden dabei einige interessante Themen angeschnitten und erörtert. So etwa, warum immer weniger junge Menschen das bestehende kulturelle Angebot wahrnähmen? Ebenso bereichernd war die Frage, ob nicht die Kunst selbst, durch ihre zunehmende Entfremdung dem Rezipienten gegenüber, eine Mitschuld an dem kulturellen Desinteresse vieler Jugendlicher trüge?

Natürlich konnten für all diese hoch philosophischen Fragestellungen keine endgültigen Lösungen gefunden werden und man ließ den gelungenen Abend bei einem Glas Wein (oder wahlweise Saft) und etwas Gebäck ausklingen.

Das internationale Studentenzentrum Schweidt bedankt sich bei Dr. Konrad Schmidt-Werthern für sein Kommen und seine interessanten Ausführungen über die kölner Kunstszene.

Donnerstag, 25. März 2010

Das Programm für das SS2010 ist online!

15. April: Semestereröffnung in Schweidt

22. April: "Köln als Stadt der Künstlerinnen und Künstler" (20.00 Uhr c.t.)
- Dr. Konrad Schmidt-Werthern, Leiter des Kulturamtes der Stadt Köln, Köln

29. April: "Deutsches Insolvenzrecht auf dem Prüfstand unter dem Blickwinkel der Globalisierung" (20.00 Uhr c.t.)
- RA Wolfgang Piroth, Düsseldorf

06. Mai: "Köln als Wirtschaftsstandort" (20.00 Uhr c.t.)
- Frank Hemig, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Köln, Köln

23. Mai - 30. Mai: Management: a Professional Future
Tagung für Studenten aus Deutschland und Österreich in IESE Business School, Barcelona (www.facebook.com/iese2010)

10. Juni: "Stärkung für das sensible Gerüst: Wie man Rückenprobleme behandelt" (20.00 Uhr c.t.)
- Prof. Friedrich Weber, Chefarzt Neurochirurgische Klinik Köln-Merheim, Köln

12. Juni: MENTORENTAG in SCHWEIDT (15.00 Uhr)

24. Juni: "Exzess. Meine zwei Leben"
- Dario Pizzano, Schriftsteller, Heiligenstadt im Eichsfeld

15. Juli: Semesterabschluss mit Grill

Freitag, 22. Januar 2010

„Die Kölner Dommusik - Im Spannungsfeld von Liturgie, Kultur und Pädagogik“

Der Kölner Dom kann für einen Großteil der Geschichte der Stadt Köln als Zeitzeuge herhalten. Wer hätte gedacht, dass in seinem Inneren auch modernste Technik zum Einsatz kommt? So zum Beispiel, wenn der Organist von der Hauptorgel diese und die so genannte „Schwalbennestorgel“ an der Nordseite des Hauptschiffes von einem Pult aus bedient. Dieses und viele weitere interessante Details über den Dom konnte man im Vortrag von Domkapellmeister Prof. Eberhard Metternich im Januar 2010 erfahren. Nach der Einstimmung durch eine Aufnahme von „Wir haben seinen Stern gesehen“, einem Stück, dass für das 750-jährige Domjubiläum eigens komponiert worden war, begann unter dem Titel „Die Kölner Dommusik - Im Spannungsfeld von Liturgie, Kultur und Pädagogik“ das Semesterprogramm. Und spannend blieb es: Vermutlich wussten die wenigsten, welche Chöre es am Kölner Dom gibt, wie es zu ihrer Gründung kam und welchen Schwerpunkt sie jeweils abdecken.
Die kurzweilige Präsentation über die vertikale (historische) und horizontale (status quo) Ebene brachte allen Anwesenheiten das Geschehen am Dom näher. Humorvoll und anschaulich schilderte Prof. Metternich auch die Arbeit in der Domsingschule, in der nicht nur der musikalische Nachwuchs für die Dommusik herangebildet wird, sondern in dem die Kinde und Jugendlichen eine tragende Gemeinschaft erfahren, ihren Glauben unter Gleichgesinnten leben können und gesanglich, musikalisch und technisch eine Menge lernen. Anekdoten aus der Probenarbeit (vor allem mit den Chorknaben) rundeten das Ganze ab und so sind wir alle gespannt, die Chöre bald wieder einmal zu hören.

Fabian M.

Montag, 9. November 2009

Mit dem Schlauchboot über die Ostsee - meine Flucht aus der DDR"


von Dennis H.

Erzählen Sie uns doch einen Schwank aus Ihrer Jugend!“ So oder in ähnlicher Form versuchten oftmals Schüler unserer Generation ihre Lehrerinnen und Lehrer von dem ungeliebten, regulären Unterricht abzuhalten. Häufig mit Erfolg. Einen „Schwank“ der etwas anderen Art bekamen auch die Bewohner und Gäste des Internationalen Studentenzentrums Schweidt am 22. Oktober 2009 geboten, der das interessante und aufregende Leben einer starken Persönlichkeit nachzeichnete. Der Vortragende, Prof. Dr. Bertram Kaden, Chefarzt am Bethesda Krankenhaus in Wuppertal (Neurochirurgie), berichtete von seiner Sozialisation in der „DDR“, von den Verhältnissen, in denen er aufwuchs und den Einfluss, den seine Eltern auf ihn hatten. Seine frühen Jugendtage und seine Studentenzeit in Greifswald boten Raum für anregende und amüsante Erzählungen. Im Mittelpunkt des Abends stand jedoch seine spektakuläre Flucht über die Ostsee nach Dänemark. Gespannt lauschten die Zuhörer seinen Worten, als Prof. Kaden von den Unwägbarkeiten und Gefahren berichtete. Wie mutig diese Persönlichkeit war, wurde dem Publikum bewusst, als es erfuhr, dass die Flucht erst beim zweiten Versuch gelang. Aber auch ein anderer wesentlicher Aspekt machte der Vortrag deutlich: In der Gesellschaft der „DDR“ herrschte ein großes Misstrauen, selbst gegenüber engsten Freunden. Kaden hatte sich nämlich nicht alleine auf den Weg in die Freiheit gemacht, sondern bei beiden Versuchen einen Studienkollegen mit an Bord gehabt. Dieser sagte nach dem ersten, abgebrochenen Fluchtversuch zu ihm: „Jetzt weiß ich, dass du nicht von der Stasi bist, sonst wären wir nie soweit rausgefahren.“ Beim zweiten Mal gelang beiden das Entkommen aus der Unfreiheit. Wie berechtigt ein gewisses Misstrauen gegen die „eigenen Genossen“ in der „DDR“ jedoch war, zeigte sich an dem von Prof. Kaden mitgebrachten Auszug aus seiner Stasi-Akte. Eine andere Kommilitonin hatte ihn während seiner Zeit in Greifswald genauestens beobachtet und Informationen aus seinem Privatleben an das sogenannte Ministerium für Staatssicherheit weitergegeben. „Das hätte ich von ihr nie gedacht“, so Prof. Kaden.

Die Zuhörer erlebten einen aufregenden Abend, der ihnen aufschlussreiche Details über das Miteinander und Gegeneinander, über Feindseligkeit und Menschlichkeit in der „Deutschen demokratischen Republik“ aufzeigte; keiner blieb unberührt von der Schilderung dieser Flucht in die Freiheit, die sehr viel Mut und Courage erforderte.

Montag, 26. Oktober 2009

Semestereröffnung Wintersemester 2009/2010

Am 15. Oktober begann ofiziell das Wintersemester in Schweidt. Nach der inoffiziellen Feier am Dienstag den 06. Oktober begrüssten alle Schweidter und einige Ehemalige und Freunde des Hauses das neue Semester. Dabei wurde eine kleine Auswahl von Bildern aus dem Sozialprojekt Uganda 2009 gezeigt und natürlich das Semesterprogramm vorgestellt. Anbei die Höhepunkte:

22. Okt.: "Mit dem Schlauchboot über die Ostsee - meine Flucht aus der DDR" (20.00 Uhr c.t.)
- Prof. Dr. Bertram Kadem, Neurochirurg, Wuppertal

05. Nov.: "Die Finanzierung von Investitionen in Entwicklungs- und Schwellenländern" (20.00 Uhr c.t.)
- Dr. Jürgen Siemer, DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH, Köln

12. Nov.: "Die Wiedervereinigung Deutschlands" (20.00 Uhr c.t.)
- Dokumentarfilm mit anschließendem Gespräch.

19. Nov.: "Mein Weg zur internationalen Karriere"
- Dogan Gündugdo (MBA), Finanzberatungsgesellschaft TDVM Capital AG, Köln

29. November: Nachmittag in Advent. (15.30 Uhr)
Das Familienfest für Schweidter, Ehemalige und Freunde von Schweidt.

14. Jan.: Gespräch mit Prof. Dr. Eberhard Metternich, Domkapellmeister, Köln (20.00 Uhr c.t.)

Sonntag, 18. Oktober 2009

SCHWEIDT ALUMNI - become a member



Jeder, der einmal in Schweidt gelebt hat, weiß: Begegnungen in Schweidt entwickeln sich zu lebenslangen Bekanntschaften und Freundschaften. Für viele ist diese Zeit prägend für das weitere persönliche und berufliche Leben.
In den 45 Jahren seit Bestehen haben in Schweidt über 1000 Studenten aus gut 50 Nationen gelebet und studiert. Mit der Alumni-Initiative wollen wir dieses globale Netzwerke der Ehemaligen aktivieren. Es soll helfen, Freundschaften zu pflegen und zu beleben, berufliche Kontakte zu vertiefen oder aufzunehmen, Erfahrungen mit anderen zu teilen und Schweidt und den heutigen Studenten etwas zurückzugeben.

So das Informationsblatt zur Alumni-Initiative Schweidt. Was wollen damit erreichen? Einerseits den Kontakt mit Euch und zwischen Euch intensivieren und Euch regelmäßiger über die Aktivitäten in und rund um Schweidt informieren. Einen ersten Schritt soll dieses Blog sein, in dem wir Schweidter Einblicke in Schweidt-Leben geben möchten: Veranstaltungen, Gäste, Aktionen und ähnliches. Dieses Blog ist aber auch eine Möglichkeit, anderen Ehemaligen an eurem Leben in Schweidt (Anekdoten) und nach Schweidt (z.B. Hochzeit, Nachwuchs, Jobs, etc.) teilnehmen zu lassen.

Die Schweidt-Alumni zahlen einen Grundbeitrag im Jahr (60.- €/Jahr; 5.- €/Monat; 0,1666 €/Tag) an die Internationalen Stiftung Schweidt (Steuerabzugsfähig) zur Unterstützung der Aktivitäten und Projekten von Schweidt.
Anbei eine Auflistung mit einigen Projekten:
- Erneuerung der Heizungsanlage von Schweidt (Oktober 2008, Bedarf: 10.000.- €)
- Ausstattung eines Studienraumes mit Internet (August 2009, Bedarf: 2.000.- €)
- Aufbau eines Stipendiumsfonds für Schweidter (5 Teilstipendien zwischen 50.- und 100.- € monatlich. Bedarf: ca. 4.000.- €)

Jeder von Euch und jeder von uns weißt und schätzt Schweidt und die mit diesem Hause verbundene Arbeit. Mit diesem Beitrag können wir unsere Bindung an Schweidt stärken, das Haus unterstützen und andere Studenten die Möglichkeit anbieten, in Schweidt zu wohnen und von dieser Erfahrung zu profitieren. Es lohnt sich!

Internationale Stiftung Schweidt
Pax Bank, Köln
Konto Nr.: 33 499 019
BLZ: 370 601 93
IBAN: DE73 3706 0193 0033 4990 19
BIC: GENODED1PAX

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Wie aus alten Weinflaschen ein wunderschöner Abend werden kann ...



Josef ist bekannt nicht nur für seine unkomplizierte kölsche Art sondern auch für seine guten Ideen und seine vielfältigen Kontakten. So kam es, dass er von seinem Chef ein paar Flaschen Wein bekam, die Älteste zu meiner Freude aus dem Jahre 1979. Da kam die Idee auf, lass uns etwas dazu kaufen (Käse, Brot, Schinken, ...) und einen schönen Abend veranstalten. Dank der perfekten Organisation und Voraussicht von Paul und Dennis war es am vergangenen Dienstag so weit. Der Wein schmeckte entsprechend seines Alters. Gott sei Dank hatten Dennis und Paul im weiser Voraussicht für Ersatz gesorgt, s.d. wir den Abend in aller Gemütlichkeit genießen durften.